Der Hafen von Flensburg

Bisher hatten wir ja mit dem Wetter mehr als Glück. An dem Tag als wir uns den Hafen in Flensburg anschauten, leider nicht wirklich. Es schüttete wie aus Kübeln…

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Ja und dies ist das einzigste Bild auf dem ich zu sehen bin. Der ein oder andere hat bestimmt auch schon den…nun, nennen wir es vielleicht mal nervösen…Gesichtsausdruck bemerkt. Nach dem knipsen hat es keine 2 Sekunden mehr gedauert und ich bin panisch vom Steg gelaufen. In dem Moment wurde mir nämlich klar, das das Wasser nicht nur von oben runter kam, sondern auch überall unter mir war. Gaaaanz schlecht bei Höhenangst.
Tja, da musste halt wieder der Herr vom Kiefernweg herhalten und ich knipste mit großem Sicherheitsabstand. Gott, war ich froh wieder Land unter den Füßen zu haben.

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Nun ja, schön war es trotzdem…auch wenn man zu dieser Jahreszeit wirklich nicht viel sieht. Die Fischer und Schiffe befinden sich halt alle noch im Winterschlaf.
Im Frühjahr wollen wir nochmal hin und dann sind sie hoffentlich auch alle wieder wach.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

 

 

Von Machtmissbrauch und fehlender Moral…das KZ von Husum – Schwesing

Es ist Neujahr…wir (der Herr vom Kiefernweg und ich) betreten zusammen die ehemalige Lagerstraße des Konzentrationslagers Schwesing bei Husum in Nordfriesland. Sofort spürt man eine seltsame Stimmung.

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Schwesing ist eines von 87 Außenkommandos des 1938 gegründeten Konzentrationslagers Neuengamme. Es bestand nur drei Monate lang. Am 26. September 1944 trafen 1500 Häftlinge aus Neuengamme ein, am 19. Oktober folgten weitere 1000 Gefangene.

Die Häftlinge kamen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Polen, der Sowjetunion, aus Spanien, der Tschechoslowakei und Ungarn.
Schwesing war kein Vernichtungslager wie Auschwitz, Dachau oder Maidanek. Es war ein politisches Lager. Für die Gefangenen waren es wohl die 3 schrecklichsten Monate ihres Lebens, die sie nie wieder vergessen sollten.

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Der Herr vom Kiefernweg und ich laufen den Lagerweg bis zu den Überresten der ehemaligen Küchenbaracke.

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Wieder auf dem Lagerweg nähern wir uns den Toilettenbaracken bzw. dem, was noch davon übrig ist.

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Bei den Bäumen hinter den Toilettenbaracken sieht man die ersten Stahlstelen stehen. Die Stimmung und das Wetter sind inwischen sehr düster, fast schon beklemmend.

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Die Stelen symbolisieren gebückt stehende Menschen in demütiger Haltung und erinnern in ihrer verstreuten Verteilung an die Zufälligkeit des Tötens in diesem Konzentrationslager.
Und spätestens hier ist mir jetzt wirklich nach weinen. Was müssen diese Menschen in diesem Lager wohl alles ertragen haben?
Ein Stückchen weiter kommt es dann aber noch schlimmer…dort steht der Wasserhydrant.

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Auf dem Hydranten mussten die Gefangenen zur Bestrafung einen ganzen Tag lang mit ausgestreckten Armen und Beinen sitzen. Entweder steckte man ihnen eine Karotte in den Mund oder sie mussten krähen wie ein Hahn. Verloren sie das Gleichgewicht und fielen runter, wurden sie von den Schergen schwer misshandelt. Das überlebte fast keiner.

Wir laufen weiter und nähern uns dem Gedächtnisplatz und einem Backsteinbau.

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Wir sind jetzt beim Mahnmal angekommen. Wer es betritt, wird auf die Enge des Raumes reagieren, der nur den freien Blick nach oben erlaubt. Ich habe es betreten…

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Und genau das was ihr jetzt auf dem letzten Bild seht, beschreibt die Gefühle am besten, die man in der Enge des Raumes hat. Man fühlt sich schwer…einsam…verloren…Tod.

Über 300 Menschen ( die genaue Anzahl kann man bis dato nicht sagen) starben in dem Lager.

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297 Menschen…297 Menschen mit Namen…297 völlig unnötig ermordete Menschen!

Und was passierte mit den Überlebenden?
Diese waren für immer gezeichnet. Die psychischen und physischen Spätfolgen prägten ihr Leben nach der Befreiung. Ansonsten herrschte fast vierzig Jahre lang Schweigen über das Lager.
Ein Schweigen das nun endlich gebrochen ist.

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Roman Herzog in seiner Proklamation vom 3. Januar 1996:
»Die Erinnerung darf nicht enden; sie muß auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.«

In diesem Sinne…einen nachdenklichen Sonntag euch allen,
euer Frollein vom Kiefernweg ❤

 

Sankt Peter Ording im Winter

Ja, winterlich und voller Ruhe präsentierten sich gestern die Pfahlbauten von Sankt Peter Ording. Obwohl…so winterlich war es dann doch nicht…die Sonne strahlte vom Himmel und bescherte uns fast schon frühlingshaftes Wetter. Kalt und windig war es aber trotzdem.
Leider haben wir mal wieder die Nordsee bei Ebbe erwischt…in Ostfriesland passierte uns das auch schon oft. Nordfriesland ist hier auch nicht anders, denn auch hier herrschen die Gezeiten.

Auf den Bildern sieht man einige Pfahlbauten, die Salzwiesen und natürlich die Nordsee ohne Wasser. 😉

So viel zu Sankt Peter Ording und heute gehts nach Flensburg, dort soll es unter anderem einen historischen Hafen geben. Da bin ich jetzt schon gespannt. Im Vergleich zu Ostfriesland waren alle anderen Häfen hier eher etwas einfacherer Natur. Aber vielleicht kann mich ja Flensburg endlich überzeugen. Wer weiß…wer weiß?

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

 

Das Schloß vor Husum und was man mit nicht hörenden Hunden macht…

Ja, Husum hat tatsächlich ein kleines Schloß mit einem kleinen Schloßgarten außenrum. Dort waren wir heute bei halbwegs gutem Wetter. Nun ja, alles was irgendwie trocken ist, ist hier halbwegs gut. 😉
Hauptsache kein Regen.
Das Schloß ist wirklich sehr klein und da wir zwischen den Jahren dort aufgetaucht sind, war auch das Schloßcafé zu. Man konnte also nicht allzuviel anstellen. Wir hatten allerdings trotzallem unseren Spaß…

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Tja, wer halt nicht brav ist, kommt in den Kerker, ne? 😉

Nach so einer gewaltigen Ladung Kultur brauchten wir natürlich erstmal etwas Süßes…

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Eierlikörberliner…Raffaelloberliner…jam jam…die werd ich wohl zu Silvester nochmal essen müssen. 🙂
Sowas richtig nordfriesisches hab ich hier in der Gegend noch nicht gefunden. Es soll zwar eine Friesentorte geben…bisher hab ich sie aber noch nicht entdeckt. Keine der besuchten Bäckereien und Konditoreien stellt sie her. Ist schon komisch…man ist in Nordfriesland und bekommt nichts typisches dieser Region.
Vielleicht hab ich ja morgen in St. Peter Ording mehr Glück, da gehts nämlich als nächstes hin.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

 

Der Landesschutzdeich in Husum

Sind wir mal ganz ehrlich…so richtig viel zu sehen und erleben gibt es hier in Wittbek zu dieser Jahreszeit nicht, wir haben halt Winter.
Das ist im Grunde auch egal, denn wir sind hier um uns zu erholen und auszuspannen…und tun das auch ausgiebig.
Wir haben eine sehr schöne Ferienwohnung in ruhiger Lage mit großen geräumigen Zimmern und allem was man so braucht. Einfach perfekt zum chillen. Ja und wenn es draußen stürmt und regnet, vertreiben wir uns die Zeit mit einer Spielesammlung. Gestern Abend hab ich den Herrn vom Kiefernweg mal so richtig beim Mau Mau abgezockt. 😉

Nachdem das Wetter jetzt 2 Tage Kapriolen schlug und es ein wenig orkanig war, konnten wir heute dann endlich den Landesschutzdeich in Husum besichtigen.

Nach so viel Wind und Wetter gibt es jetzt erstmal einen Kaffee und ein leckeres Stück Torte.

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Außerdem sollen die nächsten 2 Tage wieder schön sein und deshalb planen wir die nächsten Ausflugsziele. Ich möchte unbedingt noch nach St. Peter Ording und auch nach Flensburg.

Euch allen noch einen schönen Sonntag und tut nichts, was ich nicht auch tun würde. 😉

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤