{Bella Puglia}…Viva la Focaccia piena

Inzwischen wisst ihr ja bestimmt, das mein Papa und meine Nonna aus dem schönen Apulien stammen. Um ganz genau zu sein…sie kommen aus der Nähe von Taranto…der Ort nennt sich Mottola. Und was isst man so tief im Süden Italiens am häufigsten? Richtig…Focaccia…und zwar am liebsten gefüllt.
Ich habe für euch heute eine leckere Hackfleisch Variante gemacht mit Salami, Pilzen und ganz viel Mozzarellakäse. Ihr braucht für die Focaccia eine 32 cm Durchmesser Backform.

Focaccia piena 20160715_100225

Zutaten für den Teig:
500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe
1 Tl. Zucker
1 EL. Salz300 ml warmes Wasser
6 El. Olivenöl

Zutaten für die Soße:
2 El. Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 kleine Zwiebel
400 g Rinderhack
250 ml passierte Tomaten 1 Tl. Salz
1 Tl. Oregano
200 ml Wasser

außerdem noch:
50 g pikante Salami
200 g Champignons
150 g Büffelmozzarella
etwas Olivenöl

– Die Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben und gut verkneten.
– Weitere 10 Minuten kneten bis der Teig schön elastisch wird.
– Mit einem Tuch abdecken und die Schüssel in eine Decke einwickeln.
– 2 Stunden gehen lassen.

– Knoblauchzehe und Zwiebel schälen und kleinhacken.
– Rinderhack in Olivenöl anbraten.
– Knoblauch und Zwiebel kurz mitanbraten.
– Mit passierten Tomaten und Wasser ablöschen.
– Salz und Oregano dazugeben.
– Für ca. 1 Stunde kochen lassen und immer wieder mal umrühren.
– Die Soße soll dicklich und deutlich reduziert sein.
– Etwas kühlen lassen.

– Champignons in dünne Scheiben schneiden.
– Mozzarella in kleine Würfel schneiden.

– Die Backform mit Olivenöl auspinseln.

– Den Teig in 2 Stücke teilen…1/3 und 2/3 groß
– Zu Kugeln formen und kurz entspannen lassen.
– Die 2/3 Kugel rund ausrollen…2 cm größer als die Backform.
– In die Form legen und den Rand über die Form hängen lassen.
– Die Hackfleischfüllung daraufgeben und verteilen.
– Mit der Salami und den Champignons belegen.
– Den Mozzarella darüberstreuen.
– Die restliche Teigkugel rund ausrollen.
– Auf die Füllung legen.
– Jetzt die Ränder der größeren ausgerollten Kugel über den Teig legen.
– Mit einer Gabel leicht andrücken.
– Mit etwas Olivenöl bestreichen.
– Für ca. 35-40 Minuten in den auf 200 Grad (Umluft 180) vorgeheizten heißen Ofen geben.

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Wenn die Focaccia piena schön goldbraun ist, könnt ihr sie aus dem Ofen nehmen.
Wartet einige Minuten bevor ihr sie anschneidet, denn die Füllung ist mörderheiß…sonst verbrennt ihr euch die Schnute. 😉

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Ich ess meine Focaccia natürlich immer stilecht direkt aus der Hand und nicht mit Messer und Gabel. In Italien macht man das so. 🙂 Der Herr vom Kiefernweg braucht allerdings  Besteck dafür… da sieht man gleich wer von uns die italienischen Gene hat.

Für Focaccia piena gibt es übrigens unzählige Variationen…auch vegetarische. Die zeig ich euch dann ein anderes Mal.
Lecker sind sie aber wirklich alle…ich schwörs!
Und wenn es euch interessiert was ich täglich noch so koche oder werkele…ihr findet mich seit ein paar Tagen auch auf Instagram. Dort könnt ihr mich abonnieren und seid so immer auf dem Laufenden.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Salsiccia con Sugo lento

Kennt ihr schon Salsiccia fresca? Nicht?
Salsiccia ist eine rohe italienische Bratwurst mit Fenchelsamen.
Meine Nonna hat sie immer in einer leichten Tomatensoße gekocht und wir Kinder saßen vor unseren Tellern und haben mit Wonne Brot in die Soße getunkt.
Brot in Soße tunken ist sowieso das Beste an italienischen Gerichten…man isst erst die Pasta und dann die Wurst in Soße und ditscht das Brot dazu rein. Leeeeeecker…..

Bei uns gibt es dieses Gericht grundsätzlich mit Spaghetti, die gehören da irgendwie dazu. Ihr könnt aber auch jede andere Nudelsorte nehmen. Alles ganz nach eurem Geschmack.

Salsiccia con Sugo lentoBlog 4 044
Ihr braucht für 2 Personen:
500 g Salsiccia con finocchio

2 El Olivenöl
1 Knoblauchzehe
300 g passierte Tomaten
200 ml Wasser
1 Tl Salz
1 kleines Lorbeerblatt

 – Den Knoblauch schälen und hacken.
– Das Olivenöl in einem Topf erhitzen.
– Die Salsiccia in Stücke schneiden.
– In dem Öl kurz anbraten.
– Den Knoblauch zufügen und leicht bräunen.
– Tomaten, Wasser, Salz und Lorbeerblatt zufügen.
– Auf mittlerer Hitze eine halbe Stunde köcheln lassen.
– Ab und zu umrühren.
– Die Soße ist fertig wenn sie zur Hälfte eingekocht und sämig ist.

Jetzt kocht ihr nur noch die Spaghetti ab und schon könnt ihr euch drüber hermachen.
Ja und wer es ganz stilecht italienisch mag, der isst zuerst die Pasta mit Soße und danach dann die Wurst mit einem Löffelchen Soße und Brot.
Und vergesst bloß das Tunken nicht. 😉

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Mit diesem Blogpost nehme ich an der Linkparty mit dem Thema family cooking von elablogt teil.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Helau und Alaaf…Castagnole zum Beginn der Faschingszeit

Für die Jecken unter uns beginnt heute die 5. Jahreszeit. Passend dazu gibt es von mir ein leckeres Rezept für Castagnole di Mascarpone. Und wenn ihr jetzt denkt,die Form die kenn ich doch…JA…richtig, ich hab den Cakepopmaker benutzt und keine Friteuse.

Castagnole sind die italienische Variante der deutschen Quarkbällchen und ziemlich lecker. Zum dekorieren braucht ihr nur etwas flüssige Butter und Zucker (wahlweise mit Zimt oder Vanille).

Blog 3 940Castagnole di Mascarpone

Zutaten für ca. 50 Stück:

150 g Zucker
3 Eier
1 Tl Vanillezucker
1/2 Tl Zitronenabrieb
1 Prise Salz
250 g Mascarpone
80 g Öl
300 g Mehl
1 Päckchen Backpulver

60 g Butter
100 g Zucker
1 Tl. Zimt oder Vanille

– Eier und Zucker zusammen mit den Gewürzen aufschlagen.
– Mascarpone zufügen und verrühren.
– Öl unterrühren.
– Mehl und Backpulver unterheben.

– Den Cakepopmaker vorheizen.
– Den Teig einfüllen. (die halbe Kugel muss knapp voll sein)
-Ca. 4,5 Minuten backen.
– Alle Kugeln backen.

– Die Butter schmelzen.
– Den Zucker mit dem Gewürz mischen.
– 1/3 der Kugeln in eine große Schüssel geben.
– 1/3 der flüssigen Butter drüber gießen.
– Die Schüssel schütteln damit sich alles gut verteilt.
– Die Kugeln in eine zweite Schüssel mit dem Zucker geben.
– Wieder durchschütteln damit sich der Zucker gut verteilt.
– Die restlichen Kugeln genau so fertig machen.

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Habt ihr die feine Krume der Castagnole gesehen? Herrlich oder? Die Bällchen sind echt eine Sünde wert…süß, weich und soooo lecker. Ich esse sie am liebsten ganz frisch. Nuja…lange halten tun sie bei uns ja eh nicht. 😉

Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachbacken.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Fave con Pasta mit Mangoldgemüse

Eines meiner liebsten apulischen Gerichte ist dieses Bohnengericht…Fave con Pasta oder wie man bei uns im Dialekt so schön sagt „Fev e Past“.
Fave sind geschälte dicke weiße Bohnen. Man bekommt sie hier in Deutschland im italienischen Supermarkt. Ich glaube sie heißen auf deutsch Saubohnen oder so ähnlich.

Fave con Pasta

Blog 3 963Zutaten für ca. 4 Portionen:

200 g Fave
ca. 700 ml Wasser
2 Tl. Salz
1 kleine Chilischote
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Kartoffel
50 ml Olivenöl
1 mittelgroße Zwiebel
 ca. 400-500 g Penne
– Die Kartoffel schälen und würfeln.
– Den Knoblauch schälen.
– Einen kleinen Topf mit dem Wasser füllen.
Blog 3 935– Fave, Kartoffel, Knoblauch und Salz hineingeben.
– Die Chilischote ganz hineingeben.
– Das ganze bei kleiner Hitze ca. 45-50 Minuten köcheln lassen.
Wichtig: Auf keinen Fall umrühren sonst brennt es an!
– Wenn die Bohnen weich sind die Chilischote rausnehmen.
Den Topf vom Herd nehmen und pürieren.
– Die Nudeln al dente kochen und abschütten.
– Wieder zurück in den Nudeltopf schütten.
– Jetzt das Olivenöl in einem kleinen Topf erhitzen.
– Die Zwiebel in dünne Scheiben schneiden.
– In das heiße Öl geben und braun rösten.
– Die Bohnenmasse zu den Nudeln geben.
– Das Öl mit den gebräunten Zwiebeln dazugeben.
– Alles gut vermischen.
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Dazu gibt es leckeres Mangoldgemüse.
Der Mangold wird einfach mit etwas Wasser,Salz,Knoblauch,Tomaten und Olivenöl gekocht und dazu serviert. Das Gemüse sollte noch leichten Biss haben.
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Dieses Gericht stammt aus dem tiefsten Süden Italiens…der Gegend um Taranto herum. Wenn man es ganz stilecht zubereiten möchte, dann muss man vor dem servieren unbedingt noch eingelegte Pepperoni  klein schneiden und drüberstreuen. So schmeckt es am besten. 🙂
Viel Spaß beim nachkochen …
Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Braciola Mottolese…Rinderroulade auf italienisch

Wie ihr ja bereits wisst, kommt der Papa vom Frollein aus bella Puglia.Das liegt am Absatz vom italienischen Stiefel, also ganz unten.
Mein Papa wuchs in einem Örtchen auf das sich Mottola nennt und in der Nähe von Taranto zu finden ist.
Die Mutter vom Papa vom Frollein (also meine Nonna) machte für uns immer die weltbesten Braciole. Das sind italienische Rinderrouladen die in einer Tomatensoße geschmort werden. Ja und die Nonna hats dem Papa gelernt…und der Papa hats dem Frollein gelernt…und das Frollein lernt es heute euch…

Blog 345Braciola Mottolese
Ihr braucht für 2 Portionen:

2 Rinderrouladen
Salz
2 Knoblauchzehen
2 El Petersilie
2 El Parmesan
3 El Olivenöl
2 Dosen Tomaten ( a 400g)
1 TL Salz
1 Tl italienische Kräuter
1 Tl Kapern
1 Lorbeerblatt

außerdem braucht ihr noch:
etwas Bindegarn oder ein paar Zahnstocher oder Spieße
( mit dem Garn umwickeln ist aber besser, dann bleibt die Füllung da wo sie hingehört und schwimmt nicht in der Soße)

– Die Rinderrouladen auf einem Brett ausbreiten.
– Salzen.
– Im unteren Drittel 1/2 Tl gehackten Knoblauch verteilen.
– Dann 1 El Petersilie zum Knoblauch dazu.
– Und nun noch 1 El Parmesan über Knoblauch und Petersilie streuen.
– Jetzt von unten aufrollen und währenddessen die Seiten mit einschlagen.
– Mit dem Bindegarn umwickeln oder mit den Zahnstochern schließen.
– Das Olivenöl in einen Topf geben.
– Die Braciole kurz anbraten.
– Den restlichen Knoblauch dazugeben.
– Die Tomaten reingießen.
– Salz, Kräuter, Lorbeerblatt und Kapern zugeben.
– Und jetzt bei mittlerer Hitze ca. 1 1/2 – 2 Stunden schmoren lassen.
– Ab und zu umrühren damit nichts anbrennt.

Tipp:
Sollte die Soße während des Kochvorgangs etwas zu stark andicken, dann gießt einfach ab und an etwas Wasser dazu. Kurz vor Schluss solltet ihr das jedoch nicht mehr tun, sonst wird die Soße zu wässerig.

– Nach ca. 1 1/2 – 2 Stunden sind die Braciole gar.
– Am besten mit der Gabel hineinstechen und prüfen.
– Die Braciole sollten schön weich sein und nicht nachgeben.

Ihr müsst nur noch die Fäden oder Zahnstocher entfernen und dann könnt ihr sie genießen.
Bei mir gibt es traditionell dann immer Orecchiette dazu…das sind italienische Öhrchennudeln.
Und so sieht dann das komplette Essen aus…

Blog 339 Blog 347  Lecker Orecchiette mit der Soße und etwas Parmesan. Danach dann die Braciola mit etwas Soße und wenn ihr es ganz stilecht servieren wollt, reicht etwas Brot dazu. Das darf bei waschechten Italienern nie fehlen. 😉
Und wie erkennt man das es allen geschmeckt hat?

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Genau so! Ein waschechter Italiener nimmt sich etwas Brot und „putzt“ den Teller damit. 😉
So und jetzt wünsche ich euch gutes gelingen und guten Hunger! Ich verspreche euch…ihr werdet sie lieben, die Braciola.
Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤