Fegato a la Nonna…Leber auf italienische Art

Eigentlich bin ich ja kein großer Fan von Innereien, damit kann man mich eher jagen. Allerdings gibt es da eine leckere Ausnahme…Fegato a la Nonna. Das Rezept ist ganz einfach und es schmeckt wahnsinnig lecker.

backen 129Zutaten für 2 Portionen:

1 große Zwiebel
3 El. Olivenöl
2 Tomaten
2 Tl. gekörnte Brühe
1 Tl. Kapern
1 Lorbeerblatt
400 g Leber (ich nehme immer Putenleber,weil sie zärter wird als Rind)
etwas Wasser zum Angießen

Und so geht’s:
– Zwiebel schälen,halbieren und in dünne Scheiben schneiden.
– Tomaten in kleine Stücke schneiden.
– Putenleber in kleine Stücke schneiden.
– Olivenöl in eine Pfanne geben und warm werden lassen.
– Zwiebeln dazugeben und kurz dämpfen.
– Jetzt die Leber zugeben und schön goldbraun rösten lassen.
– Tomatenstücke,Kapern,Lorbeerblatt dazugeben und dann mit Wasser ablöschen.
– 2 Tl. gekörnte Brühe dazugeben und ca. 1/2 Stunde schmoren lassen.
– Ab und an mal umrühren und immer wieder ein Schlückchen Wasser nachgießen.
– Kurz vor Ende der Kochzeit kein Wasser mehr nachgießen,damit eine sämige Soße entsteht.
– Die Zwiebeln und Tomaten sollten jetzt fast verkocht sein.

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Mjam mjam…genau so muss das aussehen. 🙂 Dazu gibt es einfach etwas Weißbrot oder wer es herzhafter mag Bauernbrot, mit dem man die Soße dann aufstippt. Mehr braucht es da nicht.

Wenn ihr auch das Einfache liebt, dann probiert dieses Rezept ruhig aus. Ihr werdet garantiert nicht enttäuscht sein.

Ach ja, noch ein kleiner Tipp…die Kapern, die ich für meine Rezepte benutze, sind die in Salz eingelegten. Man bekommt sie in jedem italienischen Supermarkt. Die normal eingelegten Kapern mag ich nicht, weil sie mir zu extrem nach Essig schmecken und die Gefahr besteht, das die Soße dann sauer schmeckt.

So, jetzt aber genug philosophiert…ran an die Töpfe…

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Polpetti di Pane a la Nonna… Highcarb

Polpetti di Pane

{POLPETTI-FOOD-REZEPT-TIPPS}

Kennst du schon Polpetti di Pane?
Noch nicht?
Polpetti di Pane sind italienische Brotfrikadellen, mit denen man super Brot- und Brötchenreste verarbeiten kann.
Meine italienische Nonna hat sie immer gemacht und mich erinnern sie stark an meine Kindheit und die Urlaube bei Nonna. Du kannst mit ihrem Rezept altbackenes Brot zu kleinen Köstlichkeiten verarbeiten und musst nichts mehr entsorgen. Coole Sache oder?
Meine Oma machte immer ein paar pur und die restlichen legte sie in den Topf mit der Tomatensoße.
Die Polpetti saugten sich darin voll und schmeckten himmlisch.♥

Polpetti di Pane a la Nonna

Zutaten:

8 trockene, altbackene Brötchen (oder eine entsprechende Menge Brot)
2 kleingehackte Knoblauchzehen
1/2 Bund gehackte Petersilie
2 Tl Salz
etwas Pfeffer
80 g geriebenen Parmesan
4 Eier
Öl zum Ausbacken

Zubereitung:

  • Das Brot/ die Brötchen in Wasser einweichen.
  • Gut ausdrücken und in eine Schüssel geben.
  • Die restlichen Zutaten zufügen und alles gut verkneten.
  • Das Öl in einer Pfanne erhitzen.
  • Mit einem Esslöffel kleine Frikadellchen formen und ins heiße Öl gleiten lassen.
  • Goldbraun ausbacken.
  • Auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen.

Guten Appetit… lass es dir gut schmecken.


Du kannst die Polpetti di Pane pur, mit Frischkäsedip oder auch in Tomatensoße genießen. Ein leckeres Tomatensugorezept findest du bei der Fleischvariante.  hier klicken

Die Polpetti kann man auch super gut abwandeln… mit ein paar Nüssen drin, etwas Reibekäse, ein paar eingelegten Oliven und Tomaten… etc… etc…
Erlaubt ist was dir schmeckt. 😉

So… und nun hab ich Hunger… also ab in die Küche und ran an den Herd.

Ich wünsch dir viel Spaß beim Ausprobieren und einen tollen Samstag.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Marietta la Polpetta…Polpetti mit Tomatensugo

Marietta wer? Das fragt ihr euch jetzt bestimmt alle oder?

Damit gemeint ist meine Mama. Als sie damals das erste Mal nach Italien ging, hat sie diesen Spitznamen bekommen. Ich glaube, sie bekam ihn weil sie so gerne diese italienischen Fleischklößchen isst. Die Klößchen in Tomatensoße kannte man damals in Deutschland noch nicht. Hier gab es nur Frikadellen oder Buletten. Richtig übersetzt heißt es eigentlich: „Marietta das Fleischklößchen“. Aber meine Mama war zu der Zeit rank und schlank. Sie wurde von meinem Opa damit nur ein klein wenig aufgezogen, weil sie so viele davon aß. 😉

Polpetti essen in unserer Familie eigentlich alle gern…ob in der Fleisch- oder in der Brotvariante. Die Fleischvariante zeig ich euch heute und die Brotvariante gibts ein ander mal.

Polpetti mit Tomatensugo

Zutaten für die Polpetti:DSC02585

1 kg gemischtes Hackfleisch
2 eingeweichte Brötchen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Bund Petersilie
2 Tl Salz
Pfeffer
100 g Parmesan
2 Eier

Öl zum Braten

Zutaten für das Tomatensugo:

3 El Olivenöl
1 Knoblauchzehe
500 ml Glas Passata di Pomodoro
etwas Wasser
1 Tl Salz
1/2 Tl italienische Kräuter
1 Lorbeerblatt
1 El Kapern (die gesalzenen im Glas)
1/2 Tl geschrotene Chilischote

– Die Brötchen in etwas Wasser einweichen.
– Das Hackfleisch in eine Schüssel geben.
– Die Brötchen ausdrücken und zum Hackfleisch geben.
– Die Petersilie fein hacken.
– Den Knoblauch und die Zwiebel kleinhacken.
– Die restlichen Zutaten zufügen.
– Mit Salz und Pfeffer würzen.
– Alles gut verkneten.
– Kleine Bällchen (ca. 3-4 cm) formen.
– Die Bällchen in heißem Öl ausbacken.

– Für die Soße die Knoblauchzhehe kleinhacken.
– Olivenöl in einem Topf erhitzen.
– Den Knoblauch leicht anrösten.
– Mit den Tomaten ablöschen.
– Etwas Wasser zugeben.
– Die restlichen Zutaten zufügen und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen.
– Die Tomatensoße über die Hackbällchen gießen und alles vermischen.

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Die Soße ist leicht pikant. Falls Kinder mitessen oder ihr es nicht pikant mögt, lasst einfach die Chillischote weg.

Zu den Polpetti könnt ihr Weißbrot reichen oder ihr kocht ein paar Nudeln ab und streut noch etwas Parmesan darüber.

Ich hab die Polpetti übrigens vor kurzem in 2 Varianten auf meiner Verlobungsfeier gemacht…einmal mit Soße und einmal ohne, als Polpettispieße.

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Beide Varianten eignen sich auch ganz hervorragend für ein Büffet. Ob kalt oder warm…es schmeckt immer. 🙂

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Hach ja…meine Verlobungsfeier. Die war wirklich schön. *seufz* Aktuell sind wir grad am Termin fürs Standesamt aussuchen. Ist gar nicht so einfach, wie ich feststellen muss. Aber das ist ein anderes Thema.

Falls ihr nun Hunger bekommen habt, dann nichts wie in die Küche. Probiert die Polpetti aus und fühlt euch ein klein wenig wie in bella Puglia (Apulien).

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

La Focaccia della Nonna Melina

So viele von euch haben mich gebeten das ein oder andere Rezept aus dem alten Blog zu erhalten bzw. zu übernehmen. Und euer Wunsch ist mir natürlich Befehl. Das Focacciarezept lag dabei ganz weit vorne auf der Wunschliste. Aber ihr habt ja recht, es ist wirklich verdammt lecker und viel zu schade um in den ewigen Jagdgründen zu versinken.

Backen 037Zutaten für eine 28er Form:

300 g Mehl
1 El. Salz
1/2 Würfel Hefe
ca. 200 ml Wasser
3 El. Olivenöl

außerdem für den Belag:

Olivenöl
Salz
Oregano (getrocknet)
1 große Zwiebel
3 Tomaten
2 Tl. Kapern

So…los gehts…
– Mehl,Salz,Hefe in eine Schüssel geben.
– Das Wasser zugeben und einen schönen geschmeidigen Teig herstellen.
– Ordentlich durchkneten.
– Zum Schluss kurz das Öl unterkneten und den Teig abgedeckt (am Besten in eine Decke gewickelt) 2 Stunden gehen lassen.

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– Die Form einölen und den Teig mit den Fingern in die Form drücken.Dabei entstehen kleine Kuhlen,die so gewollt sind.
– Olivenöl über den Teig träufeln und salzen.
– Die Tomaten in kleine Stückchen schneiden und in den Teig drücken.
– Die Zwiebeln halbieren, in dünne Scheiben schneiden und darauf verteilen.
– Die Kapern darauf verteilen.
– Oregano darüber streuen  und nochmal 15 Minuten gehen lassen.

Backen 033 Backen 036
– Bei 200 Grad ( Umluft 180 Grad ) ca.25-30 Minuten backen bis alles goldgelb und knusprig ist.

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Ja und dann in Stücke schneiden und ab in den Mund damit. 🙂 Focaccia gibt es bei uns meistens am Wochenende. Ich geh dann vorher in den italienischen Supermarkt und kaufe dort ein paar Oliven, etwas Provolone, Prosciutto Cotto und Mortadella. Dazu dann noch ein Gläschen Rotwein und die Welt ist in Ordnung. Ein klein wenig Italien in Deutschland.

Ach ja…jetzt hätte ich es fast vergessen. Diese Variante der Focaccia kommt aus Apulien und wird in der Region Taranto so gebacken.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤