Ein etwas anderes Hochzeitstörtchen…

Der Herr vom Kiefernweg steht auf Schokolade…und Nüsse…und Kekse…
Was liegt also näher als diese 3 Komponenten in ein leckeres Hochzeitstörtchen zu packen…

Die Torte besteht aus Haselnussböden einer Nocciolacreme mit karamelisierten Pecannüssen und leckerer weißer Rumtränke. Für den Dekor hab ich weiße Modellierschokolade genommen und darauf einen Schokoladenganache verteilt. Tja, von nix kommt halt nix. 😉

Ich finde, das ist mal was anderes als die normalen weißen Hochzeitstorten die man so sieht. Mir und dem Herrn des Hauses gefiel und schmeckte sie ziemlich gut…und ich glaube dem Rest der Hocheitsgesellschaft auch.
So eine Torte ist halt Geschmackssache, ne?
Würde euch so was gefallen? Was meint ihr?

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤ ( die jetzt eigentlich kein Frollein mehr ist) 🙂

Noch 4 Tage…

Ja, ihr habt richtig gelesen. Noch 4 Tage bis zum standesamtlichen Termin und wir sind mit unserer To do-Liste fast durch.
Der Termin steht schon seit Wochen…die Leute sind eingeladen…das Restaurant ist gebucht…die Stylistin kommt Samstag in der Frühe…und der Fotograf ist auch endlich gefunden und engangiert.
Da fällt mir grad auf…wollten wir das Ganze nicht klein halten?
Na, was solls, jetzt wird es halt so mittelgroß. 😉

Hm, fehlt da nicht noch etwas? Auweia, ja, die Kleidung! Des Herrn vom Kiefernwegs Gewänder liegen noch bei der Schneiderin und werden in die richtige Form gebracht. Meine liegen hier schon bereit und müssen nur noch mal aufgebügelt werden. Ein kleiner Blick sei euch erlaubt…

Das Ganze in Kombination mit schwarzer Hose und schönem Schmuck. ❤ Ihr wisst ja…mit Kleidern und Röcken hab ich es nicht so. Ich möchte mich an unserem besonderen Tag wohlfühlen und nicht verstellen müssen.

Ein Punkt fehlt noch auf unserer Liste…die Hochzeitstorte. Ich heirate zwar im April nochmal kirchlich und werde dann eine große Torte haben, aber auch jetzt möchte ich nicht darauf verzichten. Es wird am Samstag also eine kleine und feine Hochzeitstorte geben und zwar von mir selbst gemacht. Ich hab auch schon eine ungefähre Vorstellung vom Ergebnis. 😉 Mehr verrate ich aber noch nicht…nur so viel…die Füllung wird mit saftigen Nussböden und Nougatcreme sein. Der Herr vom Kiefernweg steht da drauf und hat es sich gewünscht.
Das hier ist die Backprobe, die ich letztens gemacht habe. Leider war es schon spätabends und das Licht für Fotos dementsprechend duster. Machte aber nichts, denn geschmeckt hat sie trotzdem.

Der Schokoguss kommt natürlich bei der Hochzeitsversion nicht drauf, sondern weiße Modellierschokolade.

Oh, hey…noch 4 Tage…noch 4 Tage…noch ganze 4 Tage…
Wart ihr auch alle so ungeduldig wie ich?
Isch bin sooooo uffgerescht!

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

Der Hafen von Flensburg

Bisher hatten wir ja mit dem Wetter mehr als Glück. An dem Tag als wir uns den Hafen in Flensburg anschauten, leider nicht wirklich. Es schüttete wie aus Kübeln…

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Ja und dies ist das einzigste Bild auf dem ich zu sehen bin. Der ein oder andere hat bestimmt auch schon den…nun, nennen wir es vielleicht mal nervösen…Gesichtsausdruck bemerkt. Nach dem knipsen hat es keine 2 Sekunden mehr gedauert und ich bin panisch vom Steg gelaufen. In dem Moment wurde mir nämlich klar, das das Wasser nicht nur von oben runter kam, sondern auch überall unter mir war. Gaaaanz schlecht bei Höhenangst.
Tja, da musste halt wieder der Herr vom Kiefernweg herhalten und ich knipste mit großem Sicherheitsabstand. Gott, war ich froh wieder Land unter den Füßen zu haben.

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Nun ja, schön war es trotzdem…auch wenn man zu dieser Jahreszeit wirklich nicht viel sieht. Die Fischer und Schiffe befinden sich halt alle noch im Winterschlaf.
Im Frühjahr wollen wir nochmal hin und dann sind sie hoffentlich auch alle wieder wach.

Herzliche Grüße vom Frollein vom Kiefernweg ❤

 

 

Von Machtmissbrauch und fehlender Moral…das KZ von Husum – Schwesing

Es ist Neujahr…wir (der Herr vom Kiefernweg und ich) betreten zusammen die ehemalige Lagerstraße des Konzentrationslagers Schwesing bei Husum in Nordfriesland. Sofort spürt man eine seltsame Stimmung.

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Schwesing ist eines von 87 Außenkommandos des 1938 gegründeten Konzentrationslagers Neuengamme. Es bestand nur drei Monate lang. Am 26. September 1944 trafen 1500 Häftlinge aus Neuengamme ein, am 19. Oktober folgten weitere 1000 Gefangene.

Die Häftlinge kamen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritanien, Italien, Jugoslawien, Niederlande, Polen, der Sowjetunion, aus Spanien, der Tschechoslowakei und Ungarn.
Schwesing war kein Vernichtungslager wie Auschwitz, Dachau oder Maidanek. Es war ein politisches Lager. Für die Gefangenen waren es wohl die 3 schrecklichsten Monate ihres Lebens, die sie nie wieder vergessen sollten.

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Der Herr vom Kiefernweg und ich laufen den Lagerweg bis zu den Überresten der ehemaligen Küchenbaracke.

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Wieder auf dem Lagerweg nähern wir uns den Toilettenbaracken bzw. dem, was noch davon übrig ist.

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Bei den Bäumen hinter den Toilettenbaracken sieht man die ersten Stahlstelen stehen. Die Stimmung und das Wetter sind inwischen sehr düster, fast schon beklemmend.

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Die Stelen symbolisieren gebückt stehende Menschen in demütiger Haltung und erinnern in ihrer verstreuten Verteilung an die Zufälligkeit des Tötens in diesem Konzentrationslager.
Und spätestens hier ist mir jetzt wirklich nach weinen. Was müssen diese Menschen in diesem Lager wohl alles ertragen haben?
Ein Stückchen weiter kommt es dann aber noch schlimmer…dort steht der Wasserhydrant.

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Auf dem Hydranten mussten die Gefangenen zur Bestrafung einen ganzen Tag lang mit ausgestreckten Armen und Beinen sitzen. Entweder steckte man ihnen eine Karotte in den Mund oder sie mussten krähen wie ein Hahn. Verloren sie das Gleichgewicht und fielen runter, wurden sie von den Schergen schwer misshandelt. Das überlebte fast keiner.

Wir laufen weiter und nähern uns dem Gedächtnisplatz und einem Backsteinbau.

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Wir sind jetzt beim Mahnmal angekommen. Wer es betritt, wird auf die Enge des Raumes reagieren, der nur den freien Blick nach oben erlaubt. Ich habe es betreten…

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Und genau das was ihr jetzt auf dem letzten Bild seht, beschreibt die Gefühle am besten, die man in der Enge des Raumes hat. Man fühlt sich schwer…einsam…verloren…Tod.

Über 300 Menschen ( die genaue Anzahl kann man bis dato nicht sagen) starben in dem Lager.

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297 Menschen…297 Menschen mit Namen…297 völlig unnötig ermordete Menschen!

Und was passierte mit den Überlebenden?
Diese waren für immer gezeichnet. Die psychischen und physischen Spätfolgen prägten ihr Leben nach der Befreiung. Ansonsten herrschte fast vierzig Jahre lang Schweigen über das Lager.
Ein Schweigen das nun endlich gebrochen ist.

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Roman Herzog in seiner Proklamation vom 3. Januar 1996:
»Die Erinnerung darf nicht enden; sie muß auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.«

In diesem Sinne…einen nachdenklichen Sonntag euch allen,
euer Frollein vom Kiefernweg ❤

 

Zum Jahresausklang mal etwas andere Marzipanschweinchen

Ja, Marzipanschweine zu Silvester kennt jeder und kauft oder macht wahrscheinlich auch jeder. Aber wie wäre es mal mit kleinen Mürbeteigschweinchen mit leckerer beschwipster Marzipanfüllung? Das ist doch genau das Richtige für so einen Anlass oder? Ihr braucht dafür nicht viel und sie gehn auch richtig schnell.

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Für den Teig nehmt ihr einfach das Rezept für mein Buttergebäck und stecht mit einem Ausstecher kleine Schweine aus.
Ihr braucht für einen Keks immer 2 Stück…Ober- und Unterteil…dazwischen kommt dann später die Füllung.
Das Rezept für den Teig findet ihr HIER

Den Teig rollt ihr ca. 4 mm dick aus.
Die ausgestochenen Schweinchen backt ihr bei 180 Grad ( Umluft 160) ca. 10 Minuten und lasst sie auskühlen.

Für die Füllung braucht ihr 200 g Marzipanrohmasse, 2 El. Puderzucker und ein Schnapsglas Himbeergeist. Das alles verknetet ihr zu einer streichfähigen Masse. Damit füllt ihr die Mürbeteigschweinchen.

Jetzt lasst ihr die gefüllten Kekse 30 Minuten ruhen und rührt in der Zeit den Puderzucker mit etwas Himbeergeist und einem Tröpfchen roter Farbe an. Es soll nur ganz leicht rosa schimmern. Ihr tunkt die Oberseite der Schweinchen in die Glasur. Danach lasst ihr alles ca. 2 Stunden trocknen.
Mit etwas aufgelöster Schokolade noch ein Äuglein aufspritzen und fertig.

Für die Glasur hab ich 100 g gesiebten Puderzucker und 1 – 2 El Himbeergeist genommen. Und natürlich den Tropfen rote Farbe. 🙂

Viel Spaß beim nachmachen und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünscht euch das Frollein vom Kiefernweg! ❤

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Herzliche Grüße von der Nordsee vom Frollein ❤